Daumen
Unter dem Daumen eines Hundes versteht man die Afterklauen an den Innenflächen der Vorderläufe

Defektzucht
Bezeichnung für Rassen, denen zwecks Schönheitsideals körperliche Schäden angezüchtet wurden. Beispiel: franz. Bulldogge, die wegen des großen Kopfes aber schmalen Beckens per Kaiserschnitt zur Welt kommen muss

Demutshaltung
Unterwürfiges Verhalten mit dem Ziel, eine Auseinandersetzung zu vermeiden oder eine Kampfaufgabe

Dermatitis
Hautentzündung, bei der auch die tieferen Hautschichten einbezogen sind.

Diabetes
Es gibt hauptsächlich zwei Arten von Zuckerkrankheiten, Diabetes mellitus und Diabetes insipidus. Bei der ersteren ist der Hund extrem durstig. Der Bauch wird geschwollen und hart im Gegensatz zum restlichen Körper, der abgezehrt und ausgemergelt ist. Es werden große Mengen hellfarbigen Urins ausgeschieden, der bei der Untersuchung den Zuckergehalt zeigt.

Der Diabetes insipidus zeigt ähnliche Symptome wie der Diabetes mellitus, ist jedoch dadurch charakterisiert, daß der Urin kein Zucker enthält. Diabetes mellitus ist im allgemeinen die Begleiterscheinung von schweren Krankheiten, z. B. Nierenschäden.

Die Nahrung muß überwiegend aus Fleisch bestehen. Die sicherste Behandlung ist die lnsulin-Spritze; deshalb ist es unerläßlich, den Hund zum Tierarzt zu bringen.

Domestikation
Haustierwerdung einer Wildtierart

Doppelfell
Doppellagiges Fell aus warmer, wasserabweisender Unterwolle und wetterfestem Deckhaar

Drahthaar
Dichtes kurzes, harsches Haar wie beispielsweise beim Deutsch Drahthaar (Jagdhund)

Drohung
Deutlich angezeigte Angriffsbereitschaft zur Verteidigung des Territoriums, eines Beutestückes oder in einer Auseinandersetzung um die Rangfolge

Duftmarken
Der Hund betrachtet sein Revier als Eigentum und versieht es mit Urin als Zeichen des Besitzanspruches

Dysplasie
Die Fehlentwicklung oder Fehlbildung wie zum Beispiel die der Hüftgelenkpfanne bei der Hüftgelenksdysplasie (siehe auch HD).

EAM Erworbener Auslöse Mechanismus
Der Welpe erwirbt durch Lernprozesse zu seinem angeborenen AM Erfahrungen hinzu. Hat er einmal eine schlechte Erfahrung gemacht, meidet er oder unternimmt weitere Versuche, bis er begreift, dass die Erfahrung schlecht bleibt.

Ektopium
Ausstülpung des (unteren) Augenlides als rassetypisches Merkmal oder als Defekt infolge einer Nervenlähmung

Entropium
Die krankhafte Einwärtsstülpung des oberen Lidrandes

Erbkoordination
Im Verhaltens-Vorrat eines Lebewesens trifft man auf wiedererkennbare (formkonstante) Bewegungen, die nicht erst gelernt werden müssen.

Sie sind – wie körperliche Merkmale – Kennzeichen. Man kann auch von einem angeborenen Können sprechen. Erbkoordination ist das entscheidende Kriterium der Bewegungsabläufe.

Erdarbeit
Eindringen des Hundes in den unter der Erde liegenden Bau von Füchsen oder Kaninchen

Ergrauen
Beginnt meist im Alter von 6 Jahren an den Lippen und am Kinn, schreitet über die Backen und Nase fort

Erkundungsverhalten
Aufsuchen und Untersuchen einer neuen Reizsituation ohne Notwendigkeit. Dieses Tritt nur im spannungsfreien Feld auf

Extinktion
Das Verschwinden erlernter Verhaltensweisen durch das Ausbleiben der entsprechenden Verstärker

Fahne
Lange Haare an der Unterseite der Rute.

Fang
Schnauze des Hundes.

Farbschläge
Verschiedenartige Fellfärbungen bei ein und derselben Rasse, z.B. beim Cocker, Border Collie etc

Fass
Zuruf des Hundeführers als Befehl, den Gegner festzuhalten

Fassbeinig
Fehlerhafte Stellung der Beine (O-Beine), bei der die Sprunggelenke nach auswärts gebogen sind

FCI
FCI ist die Abkürzung des Fédération Cynologique Internationale. Dies ist die Internationale kynologische Vereinigung, welche 1912 in Thin/Belgien gegründet wurde.

Federn
Als Federn werden die langen, weichen Haare auf der Rückseite der Vorderläufe bei Settern und Spaniels bezeichnet

Feldarbeit
Bei der Feldarbeit läuft der Hund in weiten Bögen das Feld ab, immer mit Sichtkontakt zum Jäger. Bei den Jagdhunderassen unterscheidet man neben der Feldarbeit die Wald- und die Wasserarbeit.

Fersenbiss
Der Fersenbiss gehört zum Spielrepertoire des jungen Wolfes und wurde vom erwachsenen Hund beibehalten, gehört zur Hütearbeit

Fesseln
Andere Bezeichnung für Vordermittelfuss

Flanke
Körperseite zwischen der letzten Rippe und der Hüfte

Fledermausohr
Als solches wird ein längliches, an der Basis breites Stehohr mit abgerundeter Spitze, wie bspw. bei der Französischen Bulldogge, bezeichnet.

Fransen
Bezeichnung für die langen Haare am Ohr, wie beim Afghanen oder Cocker

Fähe
Zoologisch korrekte Bezeichnung für weibliche Wölfe, Füchse und Dachse

Fährte
Geruchspur oder Schweissspur (Blutspur) des Wildes, der ein Jagdhund zu folgen vermag (z.B. Bluthund, Basset Hound).

Druck- und Duftabdrücke eines menschlichen Fusses auf der Erde, die dem Hund den Weg zum HF (Hundeführer) bzw. bei Verbrechersuche zum Täter führen.

Fährtenhund
Speziell auf das Folgen einer Fährte ausgebildeter Hund. Für Gebrauchshunde gibt es die Fährtenhundeprüfung, für Jagdhunde spezielle Jagdprüfungen .

Fährtenleine
Mehrere Meter lange Leine, Riemen, zur Arbeit auf der Fährte.